In der Ruhe liegt die Kraft. Eine professionelle Hypnose-Sitzung hat wenig mit dem zu tun, was das Fernsehen dem Zuschauer suggeriert. Da wird ein Gast spontan auserwählt, hypnotisiert, zu aufregenden oder albernen Handlungen motiviert und „Schnipp“ aus seinem Schlafzustand erweckt und frenetisch beklatscht.

Eine Hypnose mit Ruhe vorbereiten

Im Gegensatz zu der telegenen Hypnose, sollte eine professionelle Hypnose-Sitzung mit Ruhe und Bedacht vorbereitet werden. Schlafen Sie sich aus und erholen Sie sich gut vor einer Sitzung, damit Sie nicht übermüdet oder erschöpft sind und Ihre Aufnahmefähigkeit für die Suggestion eingeschränkt wird. Vermeiden Sie 3 bis 4 Stunden vor der Hypnose Kaffeegenuss oder die Einnahme anderer anregender oder aufputschender Getränke oder Speisen, denn diese können einen negativen Einfluss auf Ihre Trancefähigkeit haben und den Erfolg der Sitzung gefährden. Trinken Sie stattdessen ausreichend Wasser. Wasser versorgt ihr Nervensystem mit Flüssigkeit und wirkt sich positiv auf den Verlauf der Therapie aus.

Innere Ruhe während der Hypnose

Bei aller Spannung und natürlichen Aufregung vor einer Hypnose-Sitzung, versuchen Sie vor und während der Hypnose ruhig zu bleiben. Finden Sie Ihren persönlichen Weg zu Ihrem Inneren und konzentrieren Sie sich auf Ihre Gefühle und Gedanken, Ihre körperliche Empfindungen und die Bilder, die während der Sitzung entstehen. Ihr Verstand wird nicht durch die Hypnose ausgeschaltet. Wir versetzen Sie in einen leichten Trance und Sie werden sicher dazu neigen, unsere Fragen mit Bedacht und nach reiflicher Überlegung beantworten zu wollen. Lassen Sie das! Konzentrieren Sie sich auf Ihr Inneres und beantworten Sie Fragen immer dem ersten Impuls folgend, mit dem allerersten Gedanken, der Ihnen dazu in den Sinn kommt. Versuchen Sie nicht zu analysieren, sondern reagieren und antworten Sie aus dem Bauch, aus Ihrem Inneren heraus.
Mit einer Hypnose können körperliche Begleiterscheinungen einhergehen. Es kann Hustenreiz auftreten oder, bedingt durch die verbesserte Feindurchblutung Ihrer Haut, ein Juckreiz entstehen. Hypnotisierte berichten von einem vermehrten Schluckreiz oder sogar einem plötzlichen Lachreiz. Erreichen die Reize ein Niveau, auf dem Sie diesen nachgeben möchten, das Gefühl bekommen, sich kratzen oder lachen zu müssen, verweigern Sie das nicht. Natürlich dürfen Sie husten, lachen und sich kratzen, Sie dürfen sich bewegen und gegebenenfalls in eine angenehmere Position begeben. Auf diese Art und Weise nehmen die Reize schnell ab und stören nicht für den Rest der Hypnose Ihre Konzentration. Ihre Körperfunktionen werden nicht außer Kraft gesetzt. Sie befinden sich in Hypnose und nicht in einem Zustand der Willenlosigkeit.

In Ruhe die Hypnose nachbereiten

Nach der Hypnose werden Sie nicht sofort aus der Liegeposition / Sitzposition aufspringen und ein neuer Mensch sein. Nach einer professionellen Hypnose-Sitzung bedarf es in der Regel einer viertel bis halben Stunde, bis Sie sich wieder „normal“ und konzentriert fühlen. Gönnen Sie sich diese Zeit der Regeneration und steigen Sie auf keinen Fall sofort in Ihr Auto. Gönnen Sie sich einen Spaziergang oder genießen Sie bei schönem Wetter ein wenig die Sonne auf einer Parkbank. Auch sollten Sie sich nicht gleich wieder in die Arbeit stürzen. Hektik und konzentrierte Beschäftigung kann sich einschränkend auf die Wirkung der Hypnose-Sitzung auswirken. Geben Sie Ihrem Gehirn die Ruhe und die Zeit, die es braucht, um die hypnotische Suggestion abzuspeichern. Seien Sie nicht enttäuscht, wenn die Wirkungen der Hypnose auf sich warten lassen. Es kann bis zu zwei Wochen dauern, bis das Gehirn im Schlaf notwendige Tiefenspeicherungsprozesse durchgeführt hat und Sie die Wirkung erkennen. Lassen Sie die erlebte und gelebte Hypnose in Ruhe auf sich wirken und vermeiden Sie in den ersten Tagen verbale Auseinandersetzungen mit dem Thema Hypnose durch Diskussionen oder Gespräche darüber.
Ihr Körper braucht täglich ausreichend Flüssigkeit, besonders nach einer Hypnose. Achten Sie bitte auf eine ausreichende Zufuhr. Trinken fördert das Gehirn und Ihr Nervensystem während der Veränderungsprozesse, aktiviert und beschleunigt Ihre Verarbeitung mentaler Prozesse.

Neben der Ruhe zählt Ihre innere Wahrheit.

Wenn Sie das Gefühl bekommen, dass innere Bilder, die Sie während der Hypnose wahr genommen haben, für die Nachhaltigkeit wohltuend und heilsam sind, dann lassen Sie diese später, zum Beispiel vor dem Schlafengehen oder in kurzen Ruhephasen zu. Erleben Sie diesbezügliche Veränderungen und achten Sie auf Kleinigkeiten und Details Ihrer Gedanken, Gefühle und Träume. Die Wirkung einer Hypnose kündigt sich oft sehr subtil an und das kleinste Detail zeigt Ihnen, dass wir erfolgreich Impulse zur Veränderung gesetzt haben.

Schreiben Sie ruhig Tagebuch

Wir weisen während unserer Arbeit immer darauf hin: „Der längste Weg beginnt mit dem ersten Schritt.“
Die eigene Transformation ist ein lebenslanger Weg, mit unterschiedlichsten Beschaffenheiten, Steigungen und langen Geraden. Der Mensch hat sich im Laufe seiner Entwicklung nahezu unbemerkt antrainiert, seine Aufmerksamkeit einseitig auf Probleme auszurichten. Das Positive wird meist nur noch wahrgenommen, wenn es außergewöhnlich daher kommt. Es sind die vielen kleinen Schritte des Lebens, mit denen sich die Unebenheiten des Weges bewältigen und damit die schönsten Aussichten erreichen lassen. Aus diesem Grund empfehlen wir, eine Art Tagebuch zu führen. Notieren Sie Ihre Bilder, Gedanken und Gefühle während des Heilungsprozesses. Bringen Sie in zusammenhängenden Texten oder in kurzen Stichpunkten Ihre Empfindungen zu Papier und verarbeiten Sie so in Ruhe Ihre Hypnose und ihren Erfolg.